MVP (Minimum Viable Product)

Definition & Bedeutung


MVP steht für „minimum viable product“. Es ist ein Konzept aus der Lean Startup Methode. Ein MVP ist ein Produkt, das schnell auf den Markt gebracht werden kann, da alles nicht absolut Notwendige erst einmal ausgelassen wird – das Produkt in seinen Funktionalitäten wird minimal gehalten. Ein MVP wird – auch im eCommerce – genutzt, um die Marktfähigkeit eines Produktes oder Online-Shops zu ermessen. Mit einem MVP soll das Kundenfeedback zu einem möglichst frühen Zeitpunkt eingeholt werden, um das Produkt optimal zu gestalten. Im eCommerce könnte ein MVP für Online-Pflanzenshop sein, erst einmal live zu gehen mit Basis-Shopfunktionen wie Warenkorb und Checkout, aber ohne Mailings und Cross-Selling von Blumentöpfen.

Wie funktioniert ein MVP?

Für ein MVP wird erst einmal identifiziert, was notwendig für das Produkt ist. Dabei ist es wichtig, nur die minimalen Anforderungen zu erfüllen, damit der Aufwand möglichst reduziert werden kann. Für einen Online-Shop ist zum Beispiel wichtig, einen Warenkorb und Checkout zu haben, eine Anbindung an das ERP ist auch vonnöten. Zusatz-Features wie Anbindung an andere Systeme, Mailings oder Konfiguratoren sind für ein MVP meist nicht notwendig. Allerdings kommt es immer auf die Anforderungen für das konkrete Business Model an - ein Unternehmen, das Fahrräder anbietet, die Kunden für sich zusammenstellen können, braucht auf von Anfang an einen Konfigurator. Wichtig ist es, zu wissen wo man mit der Vision für das Unternehmen hin möchte und welche der Anforderungen minimal sind. Von da aus kann man eine möglichst reduzierte Version des Business Models aufstellen.


Wofür braucht man ein MVP?

Ein MVP ist sinnvoll, wenn man den Markt für ein Produkt oder einen Online-Shop testen, aber das Risiko möglichst reduzieren möchte. Besonders Start-Ups, die nicht so viele Ressourcen zur Verfügung haben, können mit einem MVP den Aufwand stark reduzieren. Wenn das Produkt gut ankommt, können Verbesserungen gemacht werden. Wenn nicht, ist nicht so viel verloren. Mit einem MVP folgt man der agilen Vorgehensweise: Verbesserungen werden laufend gemacht, aber man ist so schnell wie möglich auf dem Markt und kann mit dem Business Model am Kunden lernen.


Was sind die Vorteile eines MVPs?

Ein MVP kann sehr schnell erschaffen werden. Für ein MVP ist deutlich weniger Zeit und Aufwand notwendig als für ein komplettes, fertiges, Produkt. Marktanforderungen ändern sich schnell – und so kann man herausfinden, ob das eigene Produkt diese erfüllt. Dazu kommt, dass ein MVP nicht viel Geld in Anspruch nimmt. Selbst mit sehr geringem Budget ist ein MVP machbar, u.U. auch mit Kostendeckel. Selbst für Unternehmen, in denen die Ressourcen weniger knapp sind, ist ein MVP sinnvoll, da es das Risiko minimiert. Bevor zu viel Aufwand in das Produkt gesteckt wird, kann man mit einem MVP herausfinden, ob es sich überhaupt lohnen wird.

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