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PIM-Glossar

Fachbegriffe für
Product Information Management

Rund um das Produktinformationsmanagement (PIM) gibt es viele Fachbegriffe. Anglizismen, Abkürzungen oder andere Begriffe können verwirrend werden, besonders wenn man sich zum ersten Mal mit dem Thema PIM beschäftigt. Auf dieser Seite fassen wir einige der wichtigsten Begriffe im Bereich PIM zusammen und erklären sie. 

Mehr Informationen finden sich auch im Hublify Glossar.

Auf einer PIM Kugel mit Data Mesh Architektur wachsen neue Produkte

BMECat

BMECat ist ein Datenstandard zum Austausch von Katalogdaten. Anhand von Tags werden Datenfelder in diesem Katalog strukturiert und beschrieben. BME steht für „Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik“ – da dieser einer der Initiatoren des BMECat war. In BMECat werden Produktbeschreibungen integriert, die in einem Klassifikationsmodell wie z.B. ECLASS erstellt wurden. Dazu werden die Daten angereichert mit kaufmännischen- oder Marketing-Daten.

BMECat ermöglicht dank dieser Struktur die fehlerfreie Datenübertragung in allen Branchen und Unternehmen. BMECat kann kostenfrei genutzt werden.

EAN / GTIN

Die Global Trade Item Number (GTIN) ist eine Identifikationsnummer, die weltweit gültig ist. Damit können Produkte oder Artikel zur eindeutigen Bestimmung ausgezeichnet werden. Die GTIN ist der Nachfolger der EAN-Nummer. Mit der GTIN kann ein Unternehmen alle seine Handelsposten eindeutig identifizieren – dabei ist ein Handelsposten definiert als Produkt oder Dienstleistung, die an einem bestimmten Punkt der Lieferkette preislich bestellt oder in Rechnung gestellt wird.

Die Organisation der GTIN wird von der GS1 gewährleistet. Im GS1-System gibt es auch die GLN – Global Location Number. Damit können Unternehmen ihre Standorte identifizieren.

ECLASS

ECLASS ist ein Datenstandard, der genutzt wird, um Produkte oder Dienstleistungen eindeutig zu beschreiben. Mit ECLASS wird der digitale Austausch von Produktdaten ermöglicht – meist zwischen Unternehmen und elektronischen Marktplätzen, oder anderen Sendern und Empfängern. Dabei funktioniert ECLASS branchenneutral und multilingual. Mit ECLASS wird ein gemeinsamer und standardisierter Datenstandard sichergestellt.

EDI

EDI, auch Electronic Data Interchange – zu Deutsch also elektronischer Datenaustausch, definiert den digitalen Datentransfer. Beim Datenaustausch sind die Anwendungssysteme der Akteure, also Sender, Empfänger und Transporteur direkt beteiligt. EDI ist ein Sammelbegriff für verschiedene Standards, aber das Prinzip von allen ist, Daten fehlerfrei und schnell zu übertragen – zum Beispiel eine Bestellung. Im Gegensatz zu einer manuellen Übertragung können Daten interventionsfrei, und auch frei von menschlichen Fehlern, übertragen werden.

FMCG

FMCG steht für fast moving consumer goods – also Güter, die sich „schnell bewegen“. Damit sind die Güter gemeint, die besonders häufig erworben werden und entsprechend schnell aus dem Lager wieder gehen – das Gegenteil vom Ladenhüter, sozusagen. Dazu gehören beispielsweise Lebensmittel, aber auch Dinge des alltäglichen Gebrauchs wie Hygieneartikel.

GS1

GS1 steht für Global Standards One. Die GS1 ist eine weltweite Organisation, die globale Standards für Industrie, (Einzel-)Handel und Dienstleistung gewährleistet, um Wertschöpfungsketten zu verbessern. Die GS1 vergibt auch die GTIN – Global Trade Item Number.

IDMP

IDMP steht für Identification of Medical Products. Die IDMP ist seit 2016 die ISO-Norm zur Identifikation von medizinischen Produkten. Die IDMP funktioniert durch einen europaweiten elektronischen Austausch von Produktinformationen für alle zugelassenen pharmazeutischen Produkte. Dabei werden die zugehören Informationen in einer zentralen Datenbank bei der europäischen Arzneimittel Agentur (EMA) gesammelt.

MAM / DAM

Media Asset Management oder Digital Asset Management – MAM/DAM ist die medienneutrale Speicherung und Verwaltung von digitalen Daten – vornehmlich Bilder, Filme, Musik und Audio oder Dokumente und andere Texte. Mit einer MAM/DAM-Software kann man die Daten aus oder meintest du auf? einer zentralen Plattform organisieren, finden, bearbeiten und veröffentlichen. Das Ergebnis ist ein konsistentes Markenerlebnis, effiziente Workflows mit klaren Rollen und Berechtigung – und natürlich eine übersichtliche Ablage der digitalen Medien.

Mehr Informationen zum Thema Media Asset Management gibt es im Hublify Glossar.

MDM

Master Data Management (MDM), zu deutsch Stammdatenmanagement, bezeichnet die Aufgaben, die die Qualität der Stammdaten eines Unternehmens sicherstellen. Stammdaten sind alle statischen (werden selten verändert) Daten, die für das Unternehmen relevant sind: elementare Kunden- und Lieferantendaten, aber auch Produktdaten, Informationen zu Kunden oder sogar Arbeitspläne. Im MDM werden diese Daten an einer zentralen Stelle definiert, verwaltet, angereichert und kategorisiert.

Mehr Informationen zum Thema Master Data Management gibt es im Hublify Glossar.

PCxM - Klassifizierung von Produktdaten

PCxM steht für Product Data Classification and Exchange Management. Damit ist die Pflege von verschiedenen Klassifikationen und Produktgruppen in Strukturen gemeint. Das Ziel von PCxM ist, die Produktdaten innerhalb von, oder zwischen Unternehmen und deren Strukturen übertragen zu können.

PIM-Software

Mit einem PIM-System, kurz für Product Information Management System, werden Produktdaten eines Unternehmens zentral gesteuert und verwaltet. Dabei kann es sich um jegliche Art von Daten handeln – technische Daten, Beschreibungen, Bilder, Preise, etc. Mit einem PIM-System werden alle diese Daten zentral verteilt, in unterschiedliche Systeme, Kanäle und Touchpoints. Damit sind Änderungen schnell umsetzbar, Fehler werden vermieden und die Daten sind überall konsistent. So kann mit einem PIM zum Beispiel ein falsches Produktbild eines Monitors, der sowohl auf Ebay, Amazon, als auch auf der eigenen Website verkauft wird, zugleich überall korrigiert werden.

Mehr Informationen zum Thema PIM gibt es im Hublify Glossar.

PXM

Product Experience Management (PXM) ist eine Erweiterung der üblichen PIM Software. Bei PXM wird der Fokus auf die optimale Kundenerfahrung mit dem Produkt gelegt. Das bedeutet, dass Produktdaten je nach Kaufhistorie, Touchpoints, Verkaufskanälen und Zielgruppen individuell ausgesteuert werden, so dass sie je nach Kunde und Kontext optimal angepasst sind.

Mehr Informationen zum Thema PXM gibt es im Hublify Glossar.

Produktbundles

Produktbundles bezeichnen Bündel von Produkten, die gemeinsam verkauft werden. Dabei werden zwei oder mehr unterschiedliche Produkte in einem Set zusammengefasst und für einen Gesamtpreis verkauft – der meist weniger als die einzelnen Preise zusammen beträgt. Dabei wird das Bündel datentechnisch als ein eigenständiges Produkt betrachtet, mit eigener Beschreibung, ID und Attributen.

Typische Bundles sind „Shop the Look“ oder das zu einem Produkt passende Zubehör, beispielsweise zu einem Grill die Grillzange, Kohle oder Schürze.

Mehr Informationen zum Thema Produktbundles gibt es im Hublify Glossar.

Produkteigenschaft

Eine Eigenschaft eines Produktes oder Attribut sind die Merkmale, die ein Produkt ausmachen. Neben den Stammdaten können beliebig viele beschreibende Merkmale angefügt werden. Dazu gehören technische Attribute: Maße (Länge, Breite, Höhe), Gewicht und aber auch andere produktrelevante Aspekte wie Material, Gütesiegel oder Inhaltsstoffe, Marken, Herstellerangaben oder Herkunftsland.

Mehr Informationen zum Thema Produkteigenschaften gibt es im Hublify Glossar.

Produktkategorien & Kategoriebaum

Produktkategorien werden genutzt, um dein Sortiment in Gruppen zu unterteilen. Damit wird der Produktkatalog geordnet, um den Überblick zu vereinfachen und dem Nutzer Orientierungshilfe zu bieten. Kategorien können weiterhin in Unter- und Unter-Unterkategorien aufgeteilt werden. Die oberste Kategorie wird auch Super- oder Hauptkategorie genannt. Die sich ergebende Struktur wird Kategoriebaum genannt (auch Produktbaum oder Produkttaxonomie).

Mehr Informationen zum Thema Produktkategorien gibt es im Hublify Glossar.

Produktvarianten

Produktvarianten sind verschiedene Ausprägungen eines Produktes, die innerhalb einer Produktgruppe angeboten werden. Eine Produktvariante unterscheidet sich in ihren Merkmalen nur gering vom Ausgangsprodukt – also zum Beispiel eine unterschiedliche Größe des gleichen Hemdes, eine unterschiedliche Farbe, oder eine leicht veränderte Version wie gemahlener Kaffee anstatt Kaffeebohnen.

Produktvarianten können auch miteinander kombiniert werden – ein T-Shirt in einer anderen Größe und Farbe zum Beispiel. Produktvarianten sind einem Hauptprodukt zugeordnet und verfügen jeweils über einen eigenen Produktcode.

SKU

Ein SKU ist eine eindeutig identifizierbare Bestandseinheit. SKU steht für „Stock Keeping Unit“, also eine Einheit in der Lagerhaltung. Dabei beinhaltet ein SKU alle identischen Artikel einer Variante, also zum Beispiel alle blauen T-Shirts in M. Mehr SKUs werden vergeben, wenn mehrere Varianten eines Artikels vorhanden sind, also zum Beispiel T-Shirts in Grün oder Rot, oder in Größen wie S und XL – oder beides. Zu Deutsch kann ein SKU auch mit einer Artikelnummer verglichen werden.

Mehr Informationen zum Thema SKU gibt es im Hublify Glossar.

Staffelpreise

Staffelpreise bezeichnen Preisreduktionen nach Menge – eine Art des Mengenrabatts. Wenn ein einzelnes Produkt verkauft wird, wird ein bestimmter Preis verlangt, bei z.B. fünf Produkten wird der Preis reduziert, bei zehn noch mehr, etc. Dabei kann man als Verkäufer diese Staffeln und die entsprechende Preisreduktion selbst bestimmen. Staffelpreise können aber auch nicht nach Menge, sondern nach Größe, Qualitäten, Ausstattungen oder anderen Eigenschaften gebildet werden.

In Produktinformationssystemen werden Staffelpreise mithilfe der Staffeln und Rabatte direkt angelegt und das System berechnet die Preise für den Käufer.

WebEDI

WebEDI steht für Web Electronic Data Interchange – also elektronischen Datenaustausch per Web. Mit WebEDI können EDI-Dokumente über einfaches Web-Portal ausgetauscht werden. Dafür werden erst Daten im Web-Portal eingegeben, die dann dem Betreiber so übermittelt werden, als wären sie per EDI übermittelt worden.

WebEDI hat den großen Vorteil, dass der Sender kein eigenes EDI-fähiges System braucht, die Daten aber trotzdem wie mit EDI versandt werden können. Über WebEDI Plattformen werden digitale Dokumente wie Bestellungen oder Rechnungen ausgetauscht ohne EDI Infrastruktur.