Woran erkennst du, ob du ausreichend, aber nicht zu hohe Lagerbestände hast? Bei welchen Artikeln drohen Überbestände, wo riskierst du Lieferengpässe? In Zeiten volatiler Märkte und steigender Kundenerwartungen sind präzise Lagerkennzahlen entscheidend für deinen Geschäftserfolg. Dieser Artikel zeigt dir, welche KPIs (Key Performance Indicator) für Lagerverwaltung im E-Commerce wirklich zählen und wie du sie für datengetriebene Entscheidungen nutzt.
- Warum Lagerkennzahlen 2026 wichtiger sind denn je
- Welche Rolle spielen Lagerkennzahlen in deiner Gesamtstrategie?
- Wie wählst du die richtigen Lagerkennzahlen für dein Unternehmen?
- Kennzahlen zur Verfügbarkeit: Habe ich genug auf Lager?
- Was kostet mich mein Lager? Lagerhaltungskosten und Kapitalbindung
- Lagerhaltung & Zeit
- Wie setzt du Lagerkennzahlen in der Praxis um?
- Mit den richtigen Lagerkennzahlen zum Wettbewerbsvorteil
Warum Lagerkennzahlen 2026 wichtiger sind denn je
Der deutsche E-Commerce-Markt wächst weiter: Die Top-1.000-Onlineshops steigerten ihren Umsatz 2024 auf 80,4 Milliarden Euro – ein Plus von 3,8 Prozent. Für 2025 prognostizierten die EHI-Experten ein Wachstum von 5,3 Prozent. Auch für 2026 bleibt der Wachstumstrend ungehemmt. Doch das Wachstum verteilt sich ungleich: Während die Top-10-Shops um acht Prozent zulegen, wachsen kleinere Anbieter nur um 1,3 Prozent. Der Unterschied? Oft liegt er in der operativen Exzellenz – und die beginnt im Lager.
Gleichzeitig verschärfen externe Faktoren den Druck: Jährlich werden allein in Deutschland rund 550 Millionen Pakete zurückgeschickt. Die Bearbeitung von Retouren bindet Kapital, blockiert Lagerplätze und verursacht erhebliche Kosten. Wer hier nicht mit präzisen Lager KPIs gegensteuert, verliert schnell die Kontrolle über seine Profitabilität.
Als Hersteller mit E-Commerce-Ambitionen oder als Online-Händler mit eigener Lagerhaltung brauchst du deshalb aussagekräftige Kennzahlen für die Lagerhaltung. KPIs helfen dir, deine Ziele umzusetzen und zu überprüfen – schließlich will niemand Umsatz wegen Lieferschwierigkeiten verlieren oder Ladenhüter unter Wert verkaufen müssen.
Welche Rolle spielen Lagerkennzahlen in deiner Gesamtstrategie?
Lagerkennzahlen sind mehr als bloße Zahlenkolonnen. Sie sind dein Frühwarnsystem und Steuerungsinstrument zugleich. Mit den richtigen Lager Kennzahlen kannst du:
- Lagerbestände optimieren: Identifiziere Ladenhüter frühzeitig, insbesondere bei Artikeln mit begrenzter Haltbarkeit oder hohem Lageraufwand. Erkenne Schnelldreher und passe deine Beschaffung entsprechend an.
- Vorausschauend Planen statt reaktiv handeln: Wer Lagerbestandsbewegungen und Lieferzeiten kontinuierlich misst, kann Verbrauchswerte von Artikeln präzise ermitteln und Bestellpunkte intelligent setzen. Das Ergebnis: Du bleibst lieferfähig, ohne unnötig Kapital zu binden.
- Schwachstellen in den Prozessen systematisch aufdecken: Wenn du deine KPI E-Commerce definiert hast, erkennst du Soll-Ist-Abweichungen sofort. Du kannst die Ursachen analysieren und betroffene Prozesse gezielt anpassen – von der Wareneingangszeit bis zur Kommissionierung.
- Lagerprozesse intelligent aufeinander abstimmen: Bei der Organisation des Pickens und Packens entstehen idealerweise minimale Wegzeiten. Wenn du weißt, welche Artikel häufig zusammen verkauft werden, kannst du dein Lager entsprechend einrichten und die Effizienz steigern.
- Zielerreichung messbar machen: Ziele lenken dein Team in eine gemeinsame Richtung. Je nach Aufgabenbereich helfen unterschiedliche KPIs dabei, diese Ziele zu erreichen. Beispielsweise kann der Einkauf die Vorratsintensität verringern, um das Ziel eines geringeren Lagerbestands zu erfüllen.
Ein Beispiel aus der Praxis: Der weltweit größte Musikinstrumente-Händler Thomann wurde vom Magazin brand eins zum „Mann, der Amazon schlug" gekürt. Thomann hält für Musiker ein unübertreffbar großes Lager mit sämtlichen Instrumenten, Ersatzteilen und Zubehör. Die bewusste Entscheidung für hohe Kapitalbindung im Lager ist hier Teil der Unternehmensstrategie – Lieferfähigkeit als USP. Das funktioniert aber nur, weil Thomann seine Lagerkennzahlen im Griff hat und genau weiß, welche Kapitalbindung welche Umsätze generiert.
Wie wählst du die richtigen Lagerkennzahlen für dein Unternehmen?
Die Auswahl der passenden Lager KPIs hängt stark von deinen Unternehmenszielen ab. Es gibt keine universelle Top-5-Liste, die für jeden passt. Wichtig ist es, die KPIs entsprechend deiner Ziele zu definieren und richtig anzuwenden. In unserem Artikel „KPIs im eCommerce: Worauf du achten solltest“ erfährst du, wie Ziele beschaffen sein sollen und was du bei der Definition von KPIs beachten sollst.
Kontext ist entscheidend: Die Auswertung von Kennzahlen ist nicht nur von deinen Zielen, sondern auch von äußeren Faktoren abhängig. Lieferung in maximal drei Tagen kann dein Ziel sein und entsprechend ist „Lieferdauer" dein KPI. Doch wenn äußere Faktoren wie ein Streik beim Lieferdienst plötzlich deine Lieferzeiten verlängern, hilft selbst der beste KPI nichts – dann brauchst du Resilienz-Strategien.
KPIs im Verhältnis zueinander verstehen: Eine hohe Kapitalbindung mag für sich genommen als Problem wahrgenommen werden. Wenn jedoch viel Kapital nur kurze Zeit gebunden ist – beispielsweise aufgrund einer hohen Lagerumschlagshäufigkeit – dann könnte die Kapitalbindung kurzfristig aufgelöst werden und erweist sich als unproblematisch.
Technologie macht den Unterschied: Laut Gartner werden Cloud-Lösungen weiter im Aufwind sein, insbesondere diejenigen, die KI in ihre Software integriert haben. Dabei ist die Nachfrage nach der digitalen Souveränität für Europäer besonders wichtig. 61 Prozent der CIOs und IT-Führungskräfte setzen stärker auf Anbieter, die ihre Daten in Europa hosten und wollen nicht von globalen Cloud-Anbietern abhängig sein. Moderne Systeme erfassen Lagerkennzahlen automatisch in Echtzeit und ermöglichen es dir, schnell auf Veränderungen zu reagieren. Manuelle Excel-Listen gehören der Vergangenheit an – wer heute wettbewerbsfähig bleiben will, braucht datengetriebene Lösungen.
Um welche Kennzahlen geht es genau, die eine Lagerverwaltung zu einer datengetriebenen Lösung machen?
Kennzahlen zur Verfügbarkeit: Habe ich genug auf Lager?
Die zentrale Frage für das Lager: Reicht mein Bestand, um Kundenbestellungen zu erfüllen, ohne dabei zu viel Kapital zu binden?
Durchschnittlicher Lagerbestand
Der durchschnittliche Lagerbestand bezeichnet den durchschnittlichen Wert der Bestände, die während eines bestimmten Zeitraums aufbewahrt wurden. Er gibt dir einen Überblick über das Kapital, das durchschnittlich in Form von Waren gebunden ist. Diese Kennzahl ist Grundlage für viele weitere Berechnungen und hilft dir, Trends über längere Zeiträume zu erkennen. Ein steigender durchschnittlicher Lagerbestand kann auf Absatzprobleme hinweisen, ein sinkender auf mögliche Lieferengpässe.
Mehr dazu im Glossarartikel: Warenwirtschaft-Glossar.
Sicherheitskoeffizient: Welchen Puffer brauche ich?
Der Sicherheitskoeffizient gibt die Menge an zusätzlichem Lagerbestand an, die zur Deckung von unvorhergesehenen Ereignissen benötigt wird – sei es ein plötzlicher Nachfrageanstieg oder Lieferverzögerungen. Der Sicherheitskoeffizient wird umso wichtiger, je volatiler dein Markt ist oder je abhängiger du von kritischen Rohstoffen oder Lieferanten bist. In Zeiten unterbrochener Lieferketten hat sich gezeigt: Wer keinen angemessenen Sicherheitsbestand hält, riskiert Umsatzausfälle.
Warenrotation: Wie schnell werden Produkte verkauft?
Die Warenrotation bezeichnet die Geschwindigkeit, in der verschiedene Produkte verkauft werden. Je schneller ein Produkt verkauft wird, desto mehr sollte davon im Lager vorhanden sein. Diese Kennzahl hilft dir, zwischen Schnelldrehern und Langsamdrehern zu unterscheiden und deine Lagerflächen entsprechend zu organisieren. Schnelldreher sollten leicht zugänglich platziert werden, um Kommissionierzeiten zu minimieren.
Wie du sie berechnest erfährst du im Glossarartikel: Warenrotation.
Rückstandsprozentsatz: Wie oft musst du deine Kunden vertrösten?
Der Rückstandsprozentsatz bezeichnet den Prozentsatz der Aufträge, die nicht erfüllt werden können, weil die entsprechenden Artikel nicht auf Lager sind. Er wird benutzt, um rückblickend zu ermitteln, wie gut dein Lager funktioniert. Optimalerweise liegt der Rückstandsprozentsatz bei null – doch dafür ist ein sehr hoher Lagerbestand notwendig. Hier gilt es, die Balance zwischen Lieferfähigkeit und Kapitalbindung zu finden. Ein steigender Rückstandsprozentsatz ist ein klares Warnsignal für zu niedrige Bestände oder Probleme in der Beschaffung.
Was kostet mich mein Lager? Lagerhaltungskosten und Kapitalbindung
Lagerbestände kosten Geld – nicht nur durch die Miete für die Lagerfläche, sondern auch durch das gebundene Kapital. Diese KPIs zeigen dir, welchen finanziellen Impact dein Lager hat.
Lagerhaltungskosten im Griff behalten
Lagerhaltungskosten sind die Kosten, die anfallen, um Lagerbestände aufrechtzuerhalten und zu verwalten. Man unterscheidet zwischen fixen und variablen Lagerhaltungskosten und sollte sie auch im Verhältnis zu den Kosten der verkauften Waren betrachten – schließlich sind vermeidbar nur die Lagerhaltungskosten für Waren, die man nicht verkauft. Fixe Kosten umfassen Miete, Versicherungen und Personalkosten, während variable Kosten mit der Lagermenge schwanken – etwa Energiekosten oder Materialverbrauch.
In der Praxis bedeutet das: Wenn deine Lagerhaltungskosten 15 Prozent deines Warenwerts ausmachen, musst du genau kalkulieren, ob sich hohe Sicherheitsbestände oder eine Just-in-Time-Strategie mehr lohnen.
Mehr dazu im Glossarartikel: Lagerkosten.
Kapitalbindung und Vorratsintensität: Wieviel Geld steckt im Lager?
Mit der Vorratsintensität wird der Wert des Lagerbestands im Verhältnis zum Gesamtvermögen des Unternehmens bezeichnet. Die Kapitalbindung bezeichnet das Kapital, das zur Finanzierung des Lagerbestands benötigt wird und daher nicht für andere Investitionen zur Verfügung steht. Die Vorratsintensität ist ein guter Indikator für die Vermögensverteilung deines Unternehmens – wie viel Geld steckt im Lager?
Wer als Unternehmen agiler bleiben möchte, vielleicht in einer schwankungsanfälligen Branche, möchte die Vorratsintensität niedrig halten. Ein Praxisbeispiel: Als gegen Ende der Pandemie und mit Beginn des Ukraine-Krieges Ressourcen knapp wurden, änderten sich für viele Einkaufsabteilungen die Ziele. Hamstern zu günstigen Preisen war angesagt, während Jahre vorher eine geringe Kapitalbindung die Regel war. Am Beispiel von AboutYou kann man sehen, wie das Ziel hoher Lagerbestände aufgrund des pandemiebedingten E-Commerce-Booms zum Nachteil wurde: Volle Lager und Rabatt-Aktionen belasteten das Geschäft nachhaltig.
Mehr dazu im Glossarartikel: Kapitalbindung.
Lagerzinskosten: Welche Zinsen könnte das gebundene Kapital anders eingesetzt bringen?
Lagerzinsen bezeichnen die Opportunitätskosten, die aufgrund des gebundenen Kapitals entstehen. Dieses Kapital könnte alternativ verzinst angelegt oder in Wachstumsinitiativen investiert werden. Gerade in Zeiten höherer Zinsen wird diese Kennzahl wieder relevanter – jeder Euro im Lager ist ein Euro, der nicht anderswo arbeitet. Wenn du beispielsweise 500.000 Euro in Lagerbeständen bindest und dein Unternehmen alternativ fünf Prozent Rendite erzielen könnte, entgehen dir jährlich 25.000 Euro.
Lagerhaltung & Zeit
Zeitbasierte KPIs beschäftigen sich mit der Dauer, die verschiedene Produkte im Lager verbringen, oder damit, wie viel Zeit für bestimmte Prozesse gebraucht wird. Diese KPIs sind einerseits wichtig für die Prozessoptimierung innerhalb des Lagers, aber auch für vorausschauende Planung.
Lagerumschlaghäufigkeit: Wie schnell dreht sich mein Lager?
Die Lagerumschlagshäufigkeit ist die Häufigkeit, mit der ein Unternehmen einen Artikel, eine Warengruppe oder den gesamten Lagerbestand während eines bestimmten Zeitraums verkauft und ersetzt. Die Lagerumschlagshäufigkeit ist wichtig, um die zuvor erwähnte Warenrotation zu berechnen, aber auch für die Lagerreichweite.
Sie wird auch zur Planung genutzt. Eine hohe Lagerumschlagshäufigkeit bedeutet, dass Kapital schnell wieder freigesetzt wird und du flexibel auf Marktveränderungen reagieren kannst.
Eine Lagerumschlagshäufigkeit von zwölf bedeutet beispielsweise, dass du deinen Lagerbestand im Durchschnitt zwölfmal pro Jahr komplett verkaufst und wieder auffüllst – also etwa alle vier Wochen. In schnelldrehenden Branchen wie Fashion oder Lebensmitteln sind Werte von 20 oder höher üblich, während langlebige Güter oft nur Werte zwischen vier und acht erreichen.
Mehr dazu im Glossarartikel: Lagerumschlagshäufigkeit.
Lagerdauer: Wie lange bleiben Artikel liegen?
Durchschnittliche Lagerdauer ist die durchschnittliche Zeit, die ein Artikel im Lager verbleibt, bevor er verkauft wird. Sie hilft dir, zwischen Artikeln zu unterscheiden: Artikel, die lange im Lager bleiben, sind für dein Unternehmen weniger vorteilhaft als Schnelldreher. Mit dieser Kennzahl kannst du dein Lager optimieren und beispielsweise Lagerflächen priorisiert für Schnelldreher nutzen.
Artikel mit einer Lagerdauer von über 180 Tagen sollten kritisch geprüft werden: Sind es saisonale Produkte? Ladenhüter? Oder bewusst vorgehaltene Spezialartikel für Nischenkunden? Die Antwort bestimmt deine Handlung – von Abverkaufsaktionen bis zur Sortimentsbereinigung.
Mehr dazu im Glossarartikel: Warenwirtschaft-Glossar.
Lagerreichweite und Wiederbeschaffungszeit: Wann muss ich nachbestellen?
Mit der Lagerreichweite wird die Anzahl der Tage gemessen, die der aktuelle Lagerbestand voraussichtlich ausreicht, um den Bedarf des Unternehmens zu decken. Für Unternehmen, die eine komplizierte Supply Chain haben, ist eine lange Lagerreichweite wünschenswert – im Gegenzug ist eine niedrige Lagerreichweite hilfreich, um agil zu bleiben.
Die optimale Lagerreichweite hängt stark von deiner Wiederbeschaffungszeit ab: Sie sollte mindestens so lang sein wie die Bestelllaufzeit plus Sicherheitspuffer.
In der Praxis bedeutet das: Wenn deine Wiederbeschaffungszeit 14 Tage beträgt und du einen Sicherheitspuffer von sieben Tagen einplanst, sollte deine Lagerreichweite nie unter 21 Tage fallen. Moderne Systeme können dich automatisch warnen, wenn dieser kritische Schwellenwert unterschritten wird.
Mehr dazu im Glossarartikel: Lagerreichweite.
Die durchschnittliche Wiederbeschaffungszeit oder Bestelllaufzeit bezeichnet die Zeit, die benötigt wird, um Lagerbestände nach dem Verkauf wieder aufzufüllen. Sie kann sowohl für das gesamte Lager als auch einzelne Produkte berechnet werden. Die durchschnittliche Wiederbeschaffungszeit informiert viele der bereits erwähnten Entscheidungen: Sowohl die Lagerreichweite als auch die Kapitalbindung und Vorratsintensität werden stark dadurch beeinflusst, wie einfach du das Lager wieder auffüllen kannst.
Die Wiederbeschaffungszeit ist besonders wichtig, um Waren zur richtigen Zeit zu bestellen – idealerweise bevor die Lagerreichweite kleiner ist als die Bestelllaufzeit. In volatilen Märkten kann sich diese Kennzahl schnell ändern, weshalb eine kontinuierliche Überwachung entscheidend ist. Wenn dein Lieferant aus Asien normalerweise 30 Tage braucht, aber aufgrund von Hafenstreiks plötzlich 60 Tage, musst du deine Bestellstrategie sofort anpassen.
Mehr dazu im Glossarartikel: Durchschnittliche Wiederbeschaffungszeit.
Wie setzt du Lagerkennzahlen in der Praxis um?
Die Definition der richtigen KPIs ist der erste Schritt – die eigentliche Herausforderung liegt in der konsequenten Umsetzung. Moderne Warenwirtschaftssysteme und Warehouse Management Systeme erfassen diese Daten automatisch und bereiten sie in Echtzeit auf.
Von der manuellen Erfassung zur automatisierten Auswertung: Wer heute noch mit Excel-Listen arbeitet, verschenkt wertvolle Zeit und riskiert Fehler. Plattformen wie Hublify Warehouse erfassen Lagerbewegungen automatisch, verknüpfen sie intelligent mit Bestell- und Verkaufsdaten und liefern dir aussagekräftige Dashboards in Echtzeit. Der Vorteil: Du siehst nicht nur isolierte Kennzahlen, sondern verstehst Zusammenhänge – etwa zwischen Lagerumschlag und Kapitalbindung.
Datengetriebene Entscheidungen treffen: Hat man die passenden Lager KPIs einmal definiert, reicht eine reine Messung nicht aus. Viel wichtiger ist es, aus den Ergebnissen Konsequenzen zu ziehen. Wenn einmal festgestellt ist, dass der Lagerbestand für bestimmte Artikel zu hoch ist, sollte gehandelt werden: Rabattaktionen initiieren, Bestellmengen anpassen oder Lieferanten wechseln.
Workflows automatisieren: Moderne Systeme können basierend auf deinen KPIs automatisch Aktionen auslösen. Fällt die Lagerreichweite unter einen definierten Wert, wird automatisch eine Bestellung beim Lieferanten ausgelöst. Überschreitet die Lagerdauer eines Artikels einen Schwellenwert, erhält das Marketing-Team einen Hinweis für eine Promotion. Diese Automatisierung spart nicht nur Zeit, sondern stellt sicher, dass kritische Schwellenwerte nie übersehen werden.
Mit den richtigen Lagerkennzahlen zum Wettbewerbsvorteil
Für die meisten KPIs gilt: Es gibt kein pauschales „gut" oder „schlecht" – sie dienen dazu, deine individuellen Unternehmensziele zu erfüllen. Daher ist es entscheidend, klar zu definieren, was du erreichen willst, und die eigenen Prioritäten zu setzen.
Die Zukunft der Lagerverwaltung liegt in der intelligenten Verknüpfung von Daten: Wer seine Lagerkennzahlen mit Verkaufsdaten, Markttrends und Lieferanteninformationen kombiniert, kann vorausschauend agieren statt zu reagieren. KI-gestützte Systeme analysieren Muster, erkennen Anomalien und geben präzise Prognosen – vom optimalen Bestellzeitpunkt bis zur idealen Lagermenge.
Moderne Commerce-Plattformen wie Hublify ermöglichen es dir, sämtliche relevanten Daten zentral zu aggregieren und auszuwerten. Ob Hublify Warehouse, Hublify Order Management oder Hublify Analytics - je mehr Module du nutzt, desto intelligenter werden deine Lagerkennzahlen. Der Data Hub verknüpft unterschiedlichste Datenquellen und macht sie für jeden in deinem Team individuell nutzbar.
Die Frage ist nicht mehr, ob du Lagerkennzahlen nutzt, sondern wie konsequent du sie einsetzt, um datengetriebene Entscheidungen zu treffen. Wer seine KPI E-Commerce im Griff hat, sichert sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil in einem zunehmend kompetitiven Markt.

